Geschichte des Fördervereins

Zum Nachlesen:

02. Oktober 1921 - 02. Oktober 2011, 90 Jahre Stadtbibliothek Speyer

Der Vorgänger der heutigen Stadtbibliothek: die "Städtische Volksbücherei"

 

28. Januar 1997: Gründung des Fördervereins "Freunde der Stadtbibliothek  Speyer e.V."

„Öffentliche Bibliotheken der Kommunen stehen viel zu selten im Mittelpunkt kultureller Aufmerksamkeit. Moderne Bibliotheken - und dies gilt auch für die Stadtbibliothek Speyer – nehmen jedoch wichtige Positionen im Prozess der demokratischen Willensbildung und Kulturvermittlung ein. Die Förderung derartiger Einrichtungen gehört zu den herausragenden kulturpolitischen Aufgaben von Kommunen."

Diese inhaltlich bedeutungsvollen Bemerkungen des Speyerer Kulturdezernenten Hanspeter Brohm, niedergeschrieben in der Einladung zur Gründungsversammlung des Fördervereins „Freunde der Stadtbücherei Speyer“, bilden bis heute die ideelle Basis für die Arbeit der im Förderverein engagierten Mitglieder.

Am 28. Januar 1997, 19:30 Uhr, trafen sich 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadtbücherei Speyer in der Bahnhofstraße 54, um die Gründung eines Förderkreises als eingetragener Verein zu vollziehen. Zur Gründungsversammlung hatten Bürgermeister und Kulturdezernent Hanspeter Brohm, sowie die Stadtbücherei Speyer eingeladen.


Im Vorfeld der Gespräche hatte die Leitung der Stadtbücherei in Zusammenarbeit mit dem Rechtsamt der Stadt Speyer eine Satzung erarbeitet. Neben den Gründungsargumenten war das Regelwerk ein wichtiger Diskussionspunkt. Nach dem Abarbeiten der unumgänglichen Regularien begann die Wahl des Vorstandes. Peter Schmidt wurde zum ersten und Peter Musiol zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Monika Döring als Kassiererin und Ulrike Grömling als Schriftführerin komplettierten das Führungsteam. Klaus Wiest, Leiter der Stadtbücherei, seine Stellvertreterin Brigitte Geske und Angela Magin, Leiterin der Jugendbücherei, gehören dem Vorstand "Kraft ihres Amtes" an.

Von 20 anwesenden Interessenten erklärten 18 spontan ihre Mitgliedschaft.

Das Amtsgericht Ludwigshafen teilte im Mai 1997 mit, dass der Förderkreis als eingetragener Verein anerkannt ist. Somit war der Start frei für Aktivitäten, die das kulturelle Leben in Speyer bereichern sollten. Ferner war vorgesehen, sich in einem angemessenen Umfang sozial zu engagieren.

Im März 1997 wurde dem Verein die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt Speyer ausgesprochen. Seit Januar 2000 können Spenden und Mitgliedsbeiträge steuermindernd abgesetzt werden.

Nachdem der erste Vorsitzende Peter Schmidt sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellte, wurde im September 1997 ein Wechsel an der Spitze des Förderkreises vollzogen. Schmidts Nachfolge trat Peter Musiol an.
Mit einem Drei-Punkte-Programm begann die Arbeit. Es galt, Mitglieder zu werben, Zielprojekte zu definieren und die Übernahme von ständigen oder objektbezogenen Patenschaften zu prüfen. Wir suchen und pflegen den Kontakt mit Familien, um deren Kinder als Leser von morgen an die Stadtbücherei und das Kulturgut "Buch" heranzuführen. Jederzeit sind auch Einzelmitglieder und juristische Personen willkommen. Bis Februar 2004 hat sich die Zahl der Mitglieder bereits auf 382 erhöht. Im Dezember 2004 konnten wir da 400. Mitglied in unseren Reihen begrüßen.

Nach schwerer Krankheit musste Peter Musiol den Vorsitz zum März 2005 aufgeben. An seiner Stelle übernahm der 2. Vorsitzende, Leo Grünnagel, bis zur außerordentlichen Sitzung am 09.11.2005 die laufenden Geschäfte. Bei den durchgeführten Wahlen, wurde er von der Mitgliederversammlung mit einer Stimmenthaltung zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Die bisher durchgeführten Projekte stießen ausnahmslos auf eine positive Resonanz. So wurden Siedlungsschule Grundschule, Grundschule im Vogelgesang, Kloster-, Woogbach - und Zeppelinschule mit Buchspenden bestückt. Im November 2003 haben wir mit der Einrichtung von Leseecken in den städtischen Kindergärten begonnen. Den Anfang machte die KITA "Wola“ in der Wormser Landstraße; es folgte im November 2004 die KITA "Regenbogen" in Speyer Nord. Weitere werden in den nächsten Monaten folgen.

Unsere Patenschaften, hier bringen sich Institutionen, Geschäftsleute und Pressevertreter ein, haben einen kontinuierlichen Zuwachs erfahren. Nur so war es möglich, dass unser Förderverein sich derart gut entwickeln konnte. Unsere Paten wollen auch in Zukunft Einzelprojekte durch großzügige Geld - und Sachzuwendungen fördern.

Getreu unserem Motto „Geben statt Nehmen“ blicken wir inzwischen auf eine Fülle von Aktivitäten zurück. Regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen wie Buchbasare, Autorenlesungen und die Aktion Billiges Schulbuch bis ins Jahr 2009 gehören zu den gut frequentierten Foren. Versuchsweise neu in unserer Veranstaltungsreihe aufgenommen wurde im Jahr 2004 die Übernahme der Bewirtung in der Stadthalle Speyer im Rahmen von Aufführungen der Salten-Gastspiele. Nach nur einer Spielzeit musste das Catering aufgrund des zeitlich nicht mehr zu bewältigenden Aufwands aufgegeben werden.

Erinnern möchte der Vorstand ferner an die geselligen und kulturellen Veranstaltungen für Mitglieder und interessierte Bürger. Die Teilnahme am Weinseminar, der Besuch der Ausstellung „Gladiatoren und Cäsaren“ sowie das Fest der Bücherei unter dem Motto "Brot und Spiele“ in der Villa Ecarius gehörten 1999 zu den Rennern der Saison.

Die vielseitigen Aktivitäten haben uns neue Freunde zugeführt und Kooperationen mit dem Historischen Museum der Pfalz sowie dem Kinder - und Jugendtheater Speyer ermöglicht. Darauf lässt sich weiter aufbauen.

Nicht versäumen möchten wir, all jenen Dank zu sagen, die diese Erfolge ermöglicht haben.

Mit einem abgewandelten Zitat von Johann Wolfgang von Goethe möchten wir die noch junge Geschichte unseres Vereins an dieser Stelle vorläufig beenden: "Macht Euch auf nach Speyer - macht Euch auf zu den Freunden der Stadtbücherei Speyer!“

Wenn wir Ihr Interesse an unserem Verein geweckt haben, rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail. Werden Sie Mitglied - Unterstützen Sie unseren Förderverein! Gerne können Sie uns auch Anregungen oder Verbesserungsvorschläge unterbreiten.